05.09.2009, 23:09 Gomez und Özil treffen gegen "Bafana Bafana"

(SID) Trotz einer mäßigen Vorstellung hat die deutsche Nationalmannschaft einen Pflichtsieg gegen WM-Gastgeber Südafrika und damit eine einigermaßen gelungene Generalprobe für den Endspurt in der WM-Qualifikation gefeiert. Die völlig neu formierte Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw gewann gegen WM-Gastgeber Südafrika in Leverkusen 2:0 (1:0), konnte dabei aber wie zuletzt spielerisch nur selten überzeugen.

Vor 29.569 Zuschauern in der neuen Leverkusener Arena sorgte Mario Gomez mit seinem elften Treffer im 27. Länderspiel für das 1: 0 der Gastgeber (35.). Nach einem Pass von DFB-Kapitän Michael Ballack erzielte der 30-Millionen-Einkauf von Rekordmeister Bayern München aus kurzer Distanz ein klassisches Abstaubertor. Der Bremer Mesut Özil sorgte nach einem Zuspiel des eingewechselten Miroslav Klose für die Entscheidung (77.).

"Wir hatten viele gute Ansätze und einen viel besseren Spielfluss als zuletzt. Wir hatten einige junge Spieler dabei, insbesondere Mesut hat viel Kreativität ins Spiel gebracht. Er hat das Auge für den besser postierten Mitspieler und großes Potenzial", sagte Löw.

Löw mit zahlreichen Experimenten

Löw nutzte die Partie gegen den über weite Strecken ordentlich mitspielenden Weltranglisten-73. für zahlreiche Experimente. Im zentralen defensiven Mittelfeld spielte Simon Rolfes an der Seite von Ballack, der gegen Südafrika sein 94. Länderspiel bestritt und damit in der ewigen Nationalspieler-Liste zu Jürgen Croy aufschloss.

Auf den Außenbahnen kamen im 4-2-3-1-System Bastian Schweinsteiger und Marko Marin zum Einsatz. Auf der "10" agierte der in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erstmals von Beginn aufgestellte Bremer "Zauber-Lehrling" Özil. Im Angriff spielte Gomez in der ersten Halbzeit als einzige Spitze.

"Özil hat hervorragend gespielt, aber wir haben auch hinten gut gestanden. Die Ordnung hat gestimmt, wir haben ruhiger gespielt und teilweise sehr gute Angriffszüge gezeigt", analysierte Ballack. Auf den Außenbahnen kamen im 4-2-3-1-System Bastian Schweinsteiger und Marko Marin zum Einsatz. Auf der "10" agierte der in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erstmals von Beginn aufgestellte Bremer 'Zauber-Lehrling' Özil. Im Angriff spielte Gomez in der ersten Halbzeit als einzige Spitze.

Im Tor stand wie geplant der Bayer-Schlussmann Adler, der erstmals seit dem 0:1 gegen Norwegen am 11. Februar 2009 wieder zum Einsatz kam und sich auch in der ein oder anderen Szene auszeichnen konnte. Auch in der Innenverteidigung setzte Löw auf Experimente und stellte neben Serdar Tasci (VfB Stuttgart) den Berliner Arne Friedrich auf. Tasci wurde nach schwacher Leistung zur Halbzeit durch Schalke-Kapitän Heiko Westermann ersetzt wurde.

Von Beginn an druckvoll

Die DFB-Auswahl versuchte gegen "Bafana Bafana" die Vorgabe von Löw umzusetzen, den Gegner von der ersten Minute an unter Druck zu setzen. Die erste Chance hatte der zunächst sehr agile Marin bereits in der vierten Minute, doch Südafrikas Keeper Rowen Fernandez vom Zweitligisten Arminia Bielefeld lenkte den Ball zur Ecke. Kurz darauf schoss Gomez nach einem Pass von Özil aus spitzem Winkel knapp über das Gästetor (7.).

Die erste Möglichkeit für Südafrika hatte Kagisho Dikgacoi, dessen Schuss aus 25 Metern DFB-Keeper Adler aber vor keine Probleme stellte (13.). Auf der anderen Seite parierte Fernandez problemlos einen Freistoß von Özil (17.). Ein Flachschuss von Gäste-Verteidiger Siboniso Gaxa strich zudem nur knapp am rechten deutschen Pfosten vorbei (28.), drei Minuten später scheiterte erneut Gomez an Fernandez, ehe er kurz darauf für die 1:0-Führung sorgte (35.). Zwei Minuten später fabrizierte der Berliner Arne Friedrich mit seinem Hinterkopf jedoch fast ein Eigentor (37.) - Adler rettete in höchster Not.

Nach dem Seitenwechsel brachte Bundestrainer Löw in Westermann, Lukas Podolski und Klose drei frische Kräfte. Der Münchner Bankdrücker Klose zeichnete sich auch gleich mit drei sehr guten Anspielen aus. Die erste Chance hatte aber der ehemalige Dortmunder Steven Pienaar, dessen Schuss nur knapp über Adlers Tor strich. Eine Minute später scheiterte Özil an Südafrikas Schlussmann Fernandez, ehe Rolfes mit einem Versuch aus 25 Metern knapp das Tor verfehlte (61.).

Khedira debütiert

Wiederum nur eine Minute später scheiterte Klose an Fernandez, dann setzte Ballack einen Kopfball an die Latte (65.). Auf der anderen Seite scheiterte Katlego Mphela freistehend an Adler (66.). In der 73. Minute feierte zudem der Stuttgarter Sami Khedira sein Debüt in der DFB-Auswahl.

Insgesamt ließ das Spiel der deutschen Mannschaft allerdings auch im zweiten Durchgang zu oft Präzision und Durchschlagskraft vermissen. In den letzten drei WM-Qualifikationsspielen gegen Aserbaidschan am Mittwoch in Hannover, gegen Russland in Moskau am 10. Oktober und gegen Finnland in Hamburg am 14. Oktober muss sich die Löw-Elf deutlich steigern, um die Qualifikation für die WM 2010 nicht noch zu gefährden.

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