25.03.2009, 12:08 Zwanziger nimmt DFB-Auswahl in die Pflicht

Theo Zwanziger fordert von der deutschen Nationalmannschaft Wiedergutmachung für die beiden Niederlagen gegen England (1:2) und Norwegen (0:1) und nimmt vor den ersten Pflichtspielen des Jahres Kapitän Michael Ballack in die Pflicht. "Ballack muss vorneweg gehen und mitreißen", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der Sport Bild.

Zwanziger fordert Leistungssteigerung

Damit die Querelen um den Führungsstil des Chelsea-Profis in der Nationalelf endgültig ein Ende finden, erwartet Zwanziger bei den WM-Qualifikationsspielen gegen Liechtenstein in Leipzig am kommenden Samstag (20.00 Uhr/live im ZDF) und vier Tage später gegen Wales in Cardiff (20.45 Uhr/live in der ARD) eine deutliche Leistungssteigerung der gesamten Mannschaft.

"Wenn die Mannschaft gegen Liechtenstein und Wales eine gute Leistung abliefert, was ich von ihr erwarte, werden die Dinge, die in der Vergangenheit diskutiert wurden, sehr schnell kein Thema mehr sein", sagte Zwanziger, der zuletzt insbesondere die mangelnde Einstellung der Nationalspieler kritisiert hatte.

Lob erhielt Ballack derweil von Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff, der nach einem Streit im Anschluss an das EM-Finale 2008 gegen Spanien in Wien (0:1) monatelang mit dem DFB-Kapitän im Clinch lag. "Wir merken, dass die Gespräche und die Klärung mit Michael gutgetan haben, und beobachten ein absolut positives Verhalten von ihm in der Mannschaft und auch der sportlichen Leitung gegenüber", sagte Bierhoff.

Deshalb hat Bierhoff auch kein Verständnis für die Aussage des derzeit verletzten Torjägers Miroslav Klose. Der Bayern-Stürmer hatte gefordert, dass sich Ballack nicht nur außerhalb, sondern auch auf dem Platz mehr einbringen müsse. "Diese Aussagen waren sinnlos, weil sie für das Team nichts bringen. Vor allem der Zeitpunkt war unglücklich. Grundsätzlich gilt: Wie der Kapitän sollen alle Spieler solche Themen intern ausfechten", sagte Bierhoff dem Express.

Bierhoff hat bereits im Vorfeld der WM-Quali-Spiele am Samstag in Leipzig gegen Liechtenstein und am 1. April in Cardiff gegen Wales mit Ballack über dieses Thema gesprochen. "Ich habe mit ihm sofort telefoniert. Er hat es entspannt zur Kenntnis genommen", meinte der Europameister von 1996. Ballack hatte zuvor erklärt, er werde zukünftig noch mehr auf die jüngeren Spieler zugehen.

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