23.09.2009, 13:32 FIFA vertagt Entscheidung über Play-off-Modus

(SID) Der Fußball-Weltverband FIFA hat eine Entscheidung über den Auslosungsmodus der Play-offs in der Europa-Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika vertagt. Auf Nachfrage des Sport-Informations-Dienstes (SID) bei der FIFA bestätigte Kommunikationsdirektor Nicolas Maingot, dass der Qualifikationsmodus der besten Gruppenzweiten am 29. September bei der FIFA-Exekutiv-Komitee-Sitzung in Rio de Janeiro festgelegt werden sollte. Diese Entscheidung wurde allerdings vertagt, weil es noch zu viele strittige Fragen gebe.

DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach sagte in einem Sport-Bild-Interview, dass Deutschland - sollte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw in der WM-Qualifikation nur Zweiter hinter EM-Halbfinalist Russland werden - nicht auf Frankreich oder Kroatien, sondern eher auf Ex-Europameister Griechenland mit Trainer Otto Rehhagel treffen werde.

Niersbach: "Es gibt eine Setzliste"

"Es gibt eine Setzliste nach der FIFA-Weltrangliste, da hilft uns unsere gute Platzierung", so Niersbach. Der dreimalige Welt- und Europameister ist hinter Rekord-WM-Titelträger Brasilien, Europameister Spanien und den Niederlanden zusammen mit WM-Champion Italien Vierter. Es folgt die russische "Sbornaja" auf Position sechs.

Entschieden ist die Einführung einer Setzliste aber offenbar nicht. Einigkeit herrscht nur darüber, dass wegen einer Fünfer-Gruppe und acht Sechser-Gruppen in Europa aus Gründen der Gleichberechtigung die Ergebnisse gegen den Tabellenletzten in den Sechser-Gruppen gestrichen werden. Deutschland würden im Augenblick die Siege gegen die Berti-Vogts-Mannschaft Aserbaidschan (2:0 und 4:0) gestrichen. Klar ist nur, dass Norwegen mit nur zehn Punkten aus der Fünfer-Gruppe der schlechteste Zweite sein wird.

Völlig offen ist hingegen noch, ob das FIFA-WM-Organisationskomitee eine offene Auslosung veranstalten wird oder eine mit Setzliste. Dann wäre die Frage, wie sich diese Setzliste zusammensetzt.

Scheinbar harte Kämpfe hinter den Kulissen

In früheren Zeiten wurden EM- und WM-Qualifikationsspiele sowie das Abschneiden bei den Turnieren in Betracht gezogen. Da aber Deutschland für die WM 2006 keine Quali-Spiele zu bestreiten hatte, schlüge auch das negativ zu Buche. Denkbar, dass den Top-Ländern zunächst ein Auswärtsspiel gewährt wird. Die Tatsache der Vertagung in Rio lässt jedenfalls auf harte Kämpfe hinter den Kulissen schließen.

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