01.07.2009, 11:12 Löw: Freizeitprogramm gegen Lagerkoller

Bundestrainer Joachim Löw fürchtet wegen der drohenden Kriminalität bei der WM 2010 einen Lagerkoller und will mit einem speziellen Rahmenprogramm die Nationalspieler bei Laune halten. "Wir müssen uns Angebote einfallen lassen, wie wir das relativ abwechslungsreich gestalten können, ohne dass zu viel Langeweile aufkommt", sagte Löw der Sport Bild.

Die Spieler müssen laut Löw vor allem ihre "Eigeninteressen" in den Hintergrund stellen, "damit kein Lagerkoller aufkommt." Zudem wollen Bundestrainer Löw und Teammanager Oliver Bierhoff den WM-Kandidaten noch einmal ins Gewissen reden. "Man muss die Spieler zum gegebenen Zeitpunkt so vorbereiten, dass man sich auch geistig auf diese Themen einstellt. Was kommt auf uns zu? Wie können wir unsere Freizeit gestalten? Das müssen wir den Spielern klar aufzeigen", sagte der 49-Jährige.

Sicherheit steht im Vordergrund

Um im Falle einer gelungenen WM-Qualifikation die Sicherheit am Kap der guten Hoffnung zu gewährleisten, wird der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bis zu 20 zusätzliche Sicherheitskräfte mit nach Südafrika nehmen. Zudem sollen lokale Bodyguards eingesetzt werden. Ein entsprechendes Konzept entwickelt derzeit DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn. Trotzdem müssen sich die Nationalspieler auf massive Einschränkungen einstellen.

"Sich frei zu bewegen, das wird bei der WM 2010 stark eingeschränkt sein. Es ist nicht vergleichbar mit der WM 2006. In Berlin, wo wir ja größtenteils wohnten, konnten die Spieler einfach mal raus, mit ihren Familien zum Essen oder in die Stadt gehen. Das wird es in Südafrika so nicht geben", sagte Löw, der nach seiner Reise zum Confed Cup die mangelhaften Trainingsplätze und den ohrenbetäubenden Lärm der landestypischen Vuvuzelas in Südafrika kritisiert hatte.

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