17.06.2009, 18:17 Spanien nach 14. Sieg in Folge im Halbfinale

Europameister Spanien hat einen weiteren Weltrekord geknackt und sich als erstes Team für das Halbfinale beim Confed-Cup in Südafrika qualifiziert. In ihrem zweiten Turnierspiel feierte die "Furia Roja" durch ein 1:0 (0:0) gegen Asienmeister Irak den 14. Sieg in Folge. Damit stellten die Iberer, die zudem seit 34 Spielen ungeschlagen sind, die Bestmarke von Brasilien, Frankreich und Australien ein. Spanien war mit einem 5:0-Kantersieg gegen Neuseeland in die Mini-WM gestartet.

Allerdings tat sich die Mannschaft von Trainer Vicente Del Bosque in Bloemfontein lange sehr schwer. Die Iraker, die zum Auftakt Gastgeber Südafrika ein 0:0 abgetrotzt hatten, standen in der Verteidigung sicher. Erst EM-Torschützenkönig David Villa brach den Bann und erzielte in der 54. Minute das Führungstor.

Villa schießt Spanien weiter

Nach Flanke von Xavi war er per Kopf erfolgreich und erzielte sein 30. Länderspieltor für die "Rote Furie". Damit ist der Angreifer zweitbester spanischer Nationalmannschaftstorschütze nach Raul (44 Treffer). `Die Iraker haben es uns nicht einfach gemacht, die Räume waren sehr eng. Aber wichtig ist, dass wir im Halbfinale stehen', sagte Del Bosque.

Del Bosque, der seit seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr zum zwölften Sieg im zwölften Spiel kam, hatte seine Mannschaft gegenüber dem Neuseeland-Spiel auf vier Positionen verändert. Gerard Pique, Carlos Marchena, Santi Cazorla und Juan Manuel Mata kamen neu in die Mannschaft, dafür wurden unter anderem Carles Puyol und Cesc Fabregas geschont.

Die mit 24,8 Jahren jüngste Turniermannschaft aus dem Irak besaß die erste Chance, als Alaa Abdul Zahra Torwart Iker Casillas zu einer ersten Parade zwang. Danach bestimmte zwar der EM-Titelträger das Geschehen, allerdings wirkten die Aktionen nicht zwingend genug.

Torres diesmal ohne Torerfolg

Die erste größere Gelegenheit hatte Gerard Pique per Kopf (16. ) nach einem Eckball, doch traf er den Ball nicht richtig. Eine Minute später besaß EM-Held Fernando Torres, dem gegen Neuseeland innerhalb von zwölf Minuten ein Hattrick gelungen war, seine erste Möglichkeit. Nach Doppelpass mit Xavi kam der Liverpooler frei zu Schuss, traf den Ball allerdings nicht richtig.

Villa hatte in der 25. Minute die Führung auf dem Fuß, als er nach Flanke von Sergio Ramos jedoch nur das Außennetz traf. Aufregung herrschte im irakischen Strafraum in der 41. Minute, als Joan Capdevila zum Kopfball hochstieg, Torwart Mohamed Kassid aber parierte. Ramos versuchte, noch zum Ball zu gehen, traf dabei den Schlussmann am Kopf. Dieser konnte nach kurzer Behandlung aber weitermachen.

Nachdem Villa zu Beginn der zweiten Halbzeit zunächst zwei Gelegenheiten (50./52.) verpasst hatte, war er im dritten Anlauf erfolgreich und traf zum 1:0. In der 58. Minute prüfte Xabi Alonso den irakischen Keeper mit einem fulminanten 18-m-Schuss. Torres konnte sich diesmal nicht wie zuletzt in Szene setzen. In Erscheinung trat der Liverpooler in der 66. Minute. Nach einem Diagonalpass von Villa setzte "El Nino" den Ball aus spitzem Winkel aber über das Tor. Elf Minuten vor Schluss scheiterte Mata an Torhüter Kassid.

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