18.06.2009, 10:21 Diskussion um Vuvuzelas wächst

Der Fußball-Weltverband FIFA wird über die Zukunft der im WM-Gastgeberland Südafrika überaus populären Vuvuzelas, die ohrenbetäubenden Lärm erzeugenden Plastiktröten, diskutieren. Es hatte beim Confederations Cup Beschwerden der übertragenden TV-Anstalten gegeben, weil die starke Geräuschkulisse in den Stadion, vor allem bei Spielen von "Bafana, Bafana" (Die Jungs), die Stimme der Kommentatoren in den Arenen überlagert hatte.

"Die FIFA wird den Fall diskutieren", sagte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter am Mittwochabend vor dem Spiel Südafrika-Neuseeland (2:0), "ich weiß aber nicht, ob wir diesen Sound stoppen können. Afrika ist laut, es ist voll Energie, Rhythmus, Musik, Tanz, Trommeln. Das ist Afrika, wir müssen dies so annehmen." In der Tat erscheint es schwer vorstellbar, wie die FIFA gegen die am Kap der guten Hoffnung seit vielen Jahren etablierten Vuvuzelas einen Bannstrahl verhängen will.

Bei den TV-Übertragungen sorgen die Plastiktröten, die beim Confed Cup teilweise schon ausverkauft sind, für eine für europäische Ohren ungewohnte Geräuschkulisse. Während die südafrikanischen Kicker daran längst gewöhnt sind, haben andere Confed-Cup-Teilnehmer Probleme damit.

"Ich denke, es wäre gut, sie zu verbannen. Sie machen es uns Spielern schwer, auf dem Platz zu kommunizieren und sich zu konzentrieren", sagte beispielsweise der spanische Mittelfeldspieler Xabi Alonso, der als Profi beim FC Liverpool an der Anfield Road eigentlich auch lautstarke Anfeuerung durch die Anhänger gewohnt sein sollte. Xabi Alonso: "Sie sind ein Ärgernis und tragen nichts zur Atmosphäre bei."

FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke hatte im vergangenen Jahr erklärt, dass die Vuvuzelas nicht verbannt werden, sofern sie nicht als Waffe bei gewalttätigen Auseinandersetzungen von Hooligans benutzt werden.

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