19.06.2009, 09:43 Confed-Cup-Zuschauern droht schwarzer Bildschirm

Ausgerechnet mit Beginn der Halbfinals ab kommendem Mittwoch (24. Juni) beim Konföderationen-Pokal droht Gastgeber Südafrika ein Streik beim nationalen Fernsehsender SABC. Jüngst scheiterte ein Vermittlungsversuch, so dass Kameraleute, Ton-Ingenieure, Moderatoren und Reporter in der kommenden Woche in den Ausstand treten könnten. Die drei involvierten Gewerkschaften fordern Lohnerhöhungen von 12,5 Prozent. SABC hatte 8,0 Prozent angeboten, dies war von den Interessenvertretern der Angestellten allerdings abgelehnt worden.

Rund 70 Prozent der bei SABC Beschäftigten sind gewerkschaftlich organisiert. Möglicherweise bleiben die Bildschirme also ab dem Confed-Cup-Semifinale am Kap der guten Hoffnung dunkel. WM-Gastgeber Südafrika hat eine gute Chance, in die Vorschlussrunde einzuziehen.

Auswirkungen aufs internationale TV-Bild unklar

"Die entscheidenden Leute sind bei uns organisiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass SABC in der Lage sein wird, irgendetwas zu übertragen", sagte einer der Gewerkschaftsbosse, Hannes du Boisson. Ob auch das internationale TV-Bild vom Confed-Cup gefährdet ist, erscheint nicht klar.

Für die weltweite Vermarktung der Fernsehbilder ist nämlich der langjährige Partner des Weltverbandes FIFA, HBS (Host Broadcasting Service), zuständig. Bei einer Weltmeisterschaft liefert HBS das Signal an 500 TV-Stationen in über 200 Ländern.

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